In einer wenig spektakulären Partie gewann Tuggen am Samstag gegen den SC Brühl diskussionslos 2:0. Im Tuggner Tor stand der frühere, langjähriger Stammhüter der Märchler, der 40-jährige Christoph Born. Sein Arbeitspensum beschränkte sich aber auf eine Minimum.


Der reaktivierte Torwart Born verbrachte einen ruhigen Nachmittag und spielte zu Null (Bild: Carlo Stuppia)

Die Herbstsonne bildete eigentlich den perfekten Rahmen für einen perfekten Fussball-Nachmittag. Aus Sicht des Grossteils der knapp 400 Zuschauer war er dies zwar aufgrund des Resultats, nicht aber des Spiels wegen. Das tiefe, holprige Terrain, vor allem aber viele Fehlzuspiele und unzählige Fouls verunmöglichten eine für die Zuschauer attraktive Partie. Elfmal (!) zückte Schiedsrichter Alessandro Dudic die gelbe Karte.  

Am Samstag wohl wieder Gallo
Nach rund einer halben Stunde lag Tuggen 2:0 in Front. Und auch wenn sich Brühl in der zweiten Halbzeit steigerte, lief Tugen in der Folge nie Gefahr, den Sieg aus den Händen zu geben. Zu harmlos, zu ideenlos präsentierten sich die Gäste aus der Ostschweiz. Und so verbrachte Christoph Born, der aufgrund des Torhüter-Notstands Tuggens für ein Spiel reaktiviert wurde, einen geruhsamen Nachmittag. Symbolisch dafür war, dass es bis zur 82. Minute dauerte, bis Born die erste und einzige nennenswerte Torchance Brühls entschärfen musste.

Anstelle von Born, jetziger Torhütertrainer beim Grasshopper Club Zürich, wird am kommenden Wochenende voraussichtlich wieder Sebastiano Gallo zwischen den Pfosten  stehen. Obwohl immer noch verletzt, ist Gallo zuversichtlich, am Samstag bei den Reserven des FC Zürich auf die Zähne beissen zu können.  

Roman Güntensperger, der zuletzt zweimal nicht in der Startformation stand, war bei beiden Tuggner Toren die zentrale Figur. Nach rund 20 Minuten bereitete er – nach einem Doppelpass im Strafraum mit Davide D’Acunto – das bereits neunte Saisontor Christian Fassnachts vor. Sechs Minuten später ging Captain Daniel Senn beim Versuch, den letzten Verteidiger der Gäste auszulassen, zu Boden. Liegend bediente Senn mit einem Querpass Güntensperger. Der folgende Schuss aus rund 20 Metern war zwar nicht sonderlich platziert, reichte aber, um Brühls Schlusssmann Lazraj zu bezwingen. Danach war von Tuggen offensiv nicht mehr viel zu sehen, brachte den Sieg aber mit einer soliden und disziplinierten Defensive ohne Probleme über die Zeit.

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Beitrag: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Brühl 2:0 (2:0)
Linthstrasse, 382 Zuschauer. SR: Alessandro Dudic
Tore: 22. Fassnacht 1:0; 28. Güntensperger 2:0.

Tuggen: Born; Manca, Gugelmann, Peters, Antonio Piperno; D’Acunto, Cyril Schiendorfer; Senn (74. Russheim), Santana (85. Krasniqi), Güntensperger; Fassnacht (89. Flavio Piperno).

Brühl: Lazraj; Ranisavljevic (57. Shabani), Van der Werff, Simani, Nguyen; Huber, Bushati, Reho (85. Karatay), Weller; Sabanovic, Mihaylov (71. Lo Re).
Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Gallo, Weibel und Titton (alle verletzt). Brühl ohne Celebi, Giger, Kolaj (alle verletzt) sowie Vukadin, Hug, Wulf, Messmer und Emini (alle abwesend). Verwarnungen: 9. Ranisavljevic (Foul), 15. Senn (Foul), 34. Mihaylov (Foul), 43. Güntensperger (Foul); 44. Manca (Trinken während des Spiels), 61. Shabani (Foul), 69. Santana und Simani (Unsportlichkeit), 71. Bushati (Foul), 77. Piperno (Foul); 85. Sabanovic (Foul).

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