Rang zwölf nach acht Runden. Dies genügt den Ansprüchen des FC Tuggen nicht. Prekär sei die Situation allerdings nicht, sagt Abwehrchef Patrick Peters. «Aber irgendwann müssen wir wieder auf die Erfolgsspur zurückfinden.» Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich morgen gegen Breitenrain.

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Captain Senn und seine Mannen reisen am Samstag nach Breitenrain (Archivbild: Carlo Stuppia)

Er entschuldigt sich am Ende des Gesprächs beinahe. «Aber in unserer Situation haben die typischen Fussballer-Floskeln eben ihre Gültigkeit», scherzt Peters. In der Tat hätte der Deutsche einige Euro verloren, hätte er das berühmte Phrasenschwein vor sich stehen gehabt.

Man kann es dem Abwehrchef auch nicht verübeln. In einer solchen Lage, in der Tuggen momentan steckt, steckten schon unzählige andere Mannschaften. Es ist einfach der Wurm drin, irgendwo. Und so beurteilt Peters die Lage auch nicht derart prekär, wie es die Resultate – sechs Niederlagen aus sieben Pflichtspielen – vermuten liessen. «Unbefriedigend», fasst er zusammen, um danach auszuführen. «Klar, zu Beginn der Saison wollten wir mit dieser Tabellenregion nichts zu tun haben. Vor allem für die Spieler, die schon länger in Tuggen spielen, ist es ungewohnt. Doch ich sehe das ganze noch nicht so eng», und spricht drei der zuletzt verlorenen Partien an. «Gegen St. Gallen, Rapperswil-Jona, auch am Mittwoch gegen Xamax spielten wir auf Augenhöhe. Ein wenig mehr Kaltschnäuzigkeit, ein bisschen clevereres Auftreten – wir hätten jeweils mindestens einen Punkt mitnehmen können. Aber wie sagt man so schön: Wenn man oben ist, läufts, wenn man unten ist nicht.»

Siege beruhigen die Gemüter
Bereits morgen Samstag erhält der FCT die Möglichkeit, auf die Erfolgsspur zurückzukehren. «Das kommt uns entgegen, dann müssen wir gar nicht allzulange über das Xamax-Spiel reden», sagt Peters, um sich sogleich einiger Phrasen zu bedienen. «Wir müssen uns das Glück jetzt einfach erzwingen, so wie wir es uns in den Schlussminuten gegen Delémont erzwungen hatten. Ganz einfach Dreck fressen. Wir nehmen momentan auch dreckige Siege.»

Siege. Das wohl einzige, das die Gemüter in Tuggen beruhigen kann. Das weiss auch Peters, der zwar explizit sagt, dass man jetzt nicht alles schlecht reden müsse, aber auch zugibt, dass «wir irgendwann wieder zum Siegen zurückfinden müssen. Momentan ist die Lage zwar angespannt, aber nicht prekär. Das bleibt aber nicht lange so, sollten wir weiterhin verlieren.» Gegen Breitenrain dürfe man sich nicht verkrampfen und, vor allem, «von der ersten Minute an bereit sein.» Das Phrasenschwein hätte wieder geklimpert.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Breitenrain – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Spitalacker Bern

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