Neun der letzten elf Ernstkämpfe gingen verloren; der FC Tuggen steckt in einer Krise. Begleitet wurden die Schwyzer meist auch von viel Pech. Nun will der FCT am Sonntag in Delémont auf die Siegesstrasse zurückkehren.


Abwehrchef Peters kehrt gegen Delémont wieder zurück (Archivbild: Carlo Stuppia)

Die guten Nachrichten zuerst: Patrick Peters und Veton Krasniqi kehren nach ihren Rotsperren in die Mannschaft zurück. Noch einmal zuschauen muss Sandro Gugelmann. Ebenfalls wieder mit dabei ist Christian Schlauri, der vergangenes Wochenende bei der 1:4-Pleite gegen YF abwesend war. Gleich drei Akteure, die gegen die Jurassier in der Startelf anzutreffen sein könnten. Es braucht sie, die zuletzt fehlenden Akteure: Der beste Tuggner Innenverteidiger Peters, Schlauri, der die Stürmer mit Bällen von links aussen gleich reihenweise füttert, oder auch den offensiven Veton Krasniqi.

Einzig Cyril Schiendorfer dürfte den Weiss-Blauen noch auf unbestimmte Zeit fehlen. Zu undurchsichtig verläuft die Zeit beziehungsweise die Heilung mit der erlittenen Steissbeinprellung. Um Delémont (aktuell 14. Tabellenrang) zu konkurrenzieren, sollte es dem FC Tuggen (Platz zwölf) aber auch ohne Schiendorfer reichen.

Tuggen im freien Fall
Vor gut einem Monat gewann der FCT seine letzte Meisterschaftspartie. Zwischenzeitlich reihten sich vier Promotion- plus die Cup-Niederlage aneinander. Daniel Senn quittierte das Ganze kürzlich mit «wenn’s nicht läuft, kommt meistens noch Pech hinzu», was man bestätigen kann – oder auch nicht. Oftmals fehlte es im Kopf an Cleverness oder in den Beinen, die sich aus Zuschauersicht nicht zu bewegen schienen. Die Schwyzer halten sich in einem Flanierbereich auf: vor allem im Umschaltspiel von der Offensive zur Defensive.

Nicht erst im letzten Spiel gegen YF, welches das schlampige Verhalten regelrecht ausnützte, kamen die Defizite zum Vorschein. «Stolze» 13 Gegentreffer hat der FCT in sechs Partien kassiert (zweitschlechtester Wert der Liga) und verweilt auf dem zwölften Tabellenrang. So weit unten war Tuggen in der Promotion League noch nie klassiert. Zählt man die vier Niederlagen aus dem letzten Saisonschluss hinzu, haben die Tuggner neun der letzten elf Ernstkämpfe verloren. Es wird also höchste Zeit, auf die Siegesstrasse zurückzukehren – wenn nicht jetzt, wann dann? Mit Xamax, Breitenrain und den zweiten Mannschaften von Basel und Sion werden die Aufgaben gewiss nicht leichter.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Delémont – Tuggen
Sonntag, 16 Uhr, La Blancherie

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