Der FC Tuggen verlor am Samstag auswärts gegen die Reserven St. Gallens mit 1:2. Der Espenmoos-Rasen bleibt für die Schwyzer somit weiterhin ein Unglückspflaster – da half auch Güntenspergers erster Saisontreffer nichts.


Roman Güntensperger blieb gegen seine ehemaligen Teamkollegen einziger Tuggen-Torschütze (Archivbild: Carlo Stuppia)

St. Gallens Teammanager Edi Müller sagte vor dem Spiel: „Wir sind dankbar um jeden Punkt.“ Damit macht der Verantwortliche keine Geheimnisse, wo die Ostschweizer stehen. Ausgerechnet gegen den FCT trotzen die Einheimischen jedoch allen Erwartungen, faktischer Unterlegenheit und erspielen sich gar einen Vollerfolg – und dieser war keineswegs gestohlen. Waren es vergangene Woche noch die Tuggner, welche mit Effizienz zu drei Punkten kamen, so wurde ihnen Effizienz diesmal wörtlich vorgeführt. Die Gäste blieben – vor allem in der ersten Halbzeit – fern ab von ihrer zu erwartenden Tagesform.

Fakt ist, dass die Schwyzer seit Einführung der Promotion League auswärts gegen die zweite Garde St. Gallens noch nie was gerissen haben. 2012 gewannen die Schwyzer zwar 3:0, jedoch nur Forfait. Letztes Jahr brachten es die Märchler nicht über ein Unentschieden hinaus. Nun folgt mit gar die Schmach gegen einen Kontrahenten, den es eigentlich zu schlagen gilt. Den mit dem 13. Und 14. Tabellenrang in den vergangen zwei Jahren dürften die Ostschweizer definitiv kein Gradmesser für die Weiss-Blauen sein. Doch solche Partien zeigen, dass in dieser Liga eben alles möglich ist.

Erste Halbzeit desolat
Es hatte wohl kaum mit der Abwesenheit Tuggens Captain Daniel Senn zu tun. Doch es war nicht zu übersehen, dass den Märchlern ein Spielmacher, ein Dirigent und Motivator fehlte. Natürlich sind die Reserven aufgrund ihres Alters (die Vierer-Abwehrkette war mit zwei 95ern und einem 94er Jahrgang gespickt) noch agiler und dynamischer, dass sie den FCT in dessen aber um ein vielfaches übertrumpfen, war schon erstaunlich. Die Platzherren machten aus mehr oder weniger dreieinhalb Chancen zwei Treffer plus ein Stangentreffer – wobei alle Aktionen aus langen Bällen hervorgingen.

Kleine Steigerung, mehr nicht
Nach der Pause war der FCT immerhin bemüht, die Partie zu drehen. Und anstatt Senn war es nun Peters, der seine Leute motivierte. Die Antwort kam: durch Eigengewächs Roman Güntensperger, der seinen ersten Saisontreffer erzielte. Fortan glitt das Spiel jedoch dahin sowie dem Schiedsrichter aus den Händen. Der FC Tuggen verlor jedoch nicht des Unparteiischen wegen, sondern aufgrund desolater Leistung im ersten 45-Minüter.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


St. Gallen II – Tuggen 2:1 (2:0)
Espenmoosstadion, 200 Zuschauer, SR Vladimir Ovcharov
Tore: 31. Grabher 1:0. 37. Frrokaj 2:0. 47. Güntensperger 2:1.

FC Tuggen: Waldvogel; Schlauri (72. Antonio Piperno), Peters, Weibel, Manca; Güntensperger, Gugelmann (86. Dominik Schiendorfer), D`Acunto (67. Titton), Krasniqi; Santana, Fassnacht
St.Gallen; Freid ; Breitenmoser, Gelmi, Frrokaj, Alder; Grabher (87. Todzi), Guimaraes, Scherrer; Meresi (80. Ademi), Mujic, Babic (64. Asani)
Bemerkungen: Tuggen ohne Cyril Schiendorfer und Senn (abwesend). Flavio Piperno (verletzt). St.Gallen ohne Eisenring und Lässer (beide verletzt).
Verwarnungen: 80. Fassnacht (Foul). 83. Antonio Piperno (Foul). 82. Gugelmann (Foul). 90. Manca (Foul). 90. Freid (Unsportlichkeit).

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