Der FC Tuggen startet nach dem Auswärtssieg auch zu Hause mit einem Vollerfolg in die neue Saison. Gleich mit 5:1 fertigten die Schwyzer Stade Nyonnais ab. Grösste Tuggner-Waffe in der Offensive waren die Verteidiger, die insgesamt drei Tore schossen.


Nico Weibel erzielte sein erstes Meisterschaftstor im Trikot des FCT (Bild: Carlo Stuppia)

 

Tuggen eröffnete die neue Saison vor heimischem Publikum mit einem gelungenen Auftritt. Auch wenn spielerisch nur kleine Vorteile zugunsten der Platzherren festzustellen waren, überzeugte der FCT umso mehr in puncto Effizienz und gewinnt mit 5:1 diskussionslos, gewann die nächsten drei Punkte und übernimmt die Tabellenführung. Mit dem 2:1-Auftaktsieg vor Wochenfrist und dem gestrigen 5:1-Erfolg glänzt das Torverhältnis des FCT mit einem 7:2, wobei sich sieben (!) verschiedene Spieler in die Torschützenliste einreihen liessen; ein klares Zeichen über welche Klasse und welche Breite die Weiss-Blauen verfügen.
Bereits in der ersten Minute hatte Alex Titton die erste Grosschance. Im Gegenzug musste Nico Weibel in der Verteidigung ein erstes Mal eingreifen (7. Minute). Hugo Fargues – das Aushängeschild bei Nyonnais und Ex-Servettler – fiel im 16er jedoch etwas gar schnell zu Boden, als dass er den Unparteiischen hätte überführen können. Der 20-jährige Weibel komplettiert übrigens die neue Garde-Masse-Verteidigung des FCT: Mit Manca, Peters und Schlauri überragen die 1.80 Meter alle, wobei Weibel gar an der 1.90er-Marke kratzt. Mit seiner Sprungkraft ist er eine wahre Bereicherung für die Offensive und zeigte dies, indem er in der 24. Minute per Kopf versenkte.

Drei Verteidiger-Tore
Nach dem Startfurioso legte sich die Hektik ein wenig. Nyonnais gewann gar Überhand und tauchte nicht selten gefährlich vor Torhüter Waldvogel auf, der aber immer Sieger blieb und nach seinem unglücklichen Einstand vor Wochenfrist überzeugte. Beim Freistossknaller von Hugo Fargues (er zirkelte das Leder knapp über die Mauer und in die nahe obere Ecke) hatte aber auch die Nummer 1 im Tuggner-Tor nicht den Hauch einer Chance.
Es war jedoch bemerkenswert, wie sich Tuggen nicht aus dem Konzept bringen liess und versuchte, weiterhin sein Spiel durchzuziehen. So war es in der 42. Innenverteidiger „Pepe“ (Kopf) und in der 55. Aussenverteidiger Manca, die mit den Verteidigungstoren zwei und drei zum vorentscheidenden 3:1 einnetzten.

Nach der Pflicht die Kür
Zwar kam Stade Nyonnais noch zu einigen Vorstössen, blieb jedoch am immer stärker aufspielenden Waldvogel hängen. So waren es dann auch die Märchler, die zur Kür ansetzten: Mit einem Geschoss (70.) eröffnete Fassnacht den Schlussspurt und zwang Torwart Mutombo zu einer Glanzparade, mit welcher er den Ball an den Pfosten lenkte. Anschliessend war es Senn (73.), der einen Piperno-Freistoss per Kopf verlängerte und unter der Latte versenken liess (es war das dritte Kopfballtor) und Neuzuzug Davide D`Acunto, der – passend zum Schlusspunkt – in der 90. aus 20 Metern ansatzlos durchzog und das Ding versenkte.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Nyonnais 5:1 (2:1)

Linthstrasse, 386 Zuschauer, SR Jan Schenk
Tore: 24. Weibel 1:0. 33. Fargues 1:1. 42. Peters 2:1. 55. Manca 3:1. 73. Senn 4:1. 90. D`Acunto 5:1.

FC Tuggen: Waldvogel; Schlauri (61. Antonio Piperno), Peters, Weibel (65. Krasniqi), Manca; Santana, D`Acunto, Gugelmann, Senn; Titton (74. Güntensperger), Fassnacht
Nyonnais; Mutombo; Tavares, Maric, Piccot, Dia Nbaye; Ramadani (66. Brito), Gormond (82. Schwindt), Bajraktari (66. Cea Calatayud), Bega Denis; Emuejeraye, Fargues
Bemerkungen: Tuggen ohne Cyril Schiendorfer, Dominik Schiendorfer (beide abwesend), Tinner und Flavio Piperno (verletzt). Nyonnais ohne Boma Liliba (abwesend), Cazzaniga, Vavela, (kein Aufgebot), Ferati (verletzt). Verwarnungen: 30. Gormond (Foul). 32. Weibel (Foul). 35. Manca (Foul). 65. Maric (Foul). 72. Tavares (Foul).

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