KADER 1. MANNSCHAFT

SPIELPLAN

Eine einseitige Partie zugunsten von Tuggen und eine 3:0-Führung reichten doch nicht für ein ruhiges Spielende. Erst in der 95. Minute erzielte Morina den Siegestreffer.

von Bruno Füchslin, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

Allenspach Adrian 3

Erfolgreicher Start: Adrian Allenspach coachte das Team zu den ersten drei Punkten. (Bild: Carlo Stuppia) 


Gut in die Saison starten – wer möchte das nicht? Eine Grundlage legen, mit einem Dreipunkter (Selbst-)Vertrauen schaffen. Unbedingt vermeiden: den klassischen Fehlauftakt. Wer nach drei Spielen noch keinen Sieg eingefahren hat, macht den ganzen Verein (oder zumindest an der ersten Mannschaft Interessierte) unruhig. Insofern hatten vorab Tuggen wie Thalwil so gut wie dieselben Voraussetzungen. Unterschiedlich hingegen die Ausgangslage, was die Teams betrifft: Während die Märchler nur vier Mutationen tätigten, stehen im Kader der Zürcher gleich zehn neue Akteure. Sicher blieb vorab nur: Wenns einen Sieger geben würde, wäre dies der FCT. Nur eben: welcher von beiden?

So gut wie permanent einseitig

Bei absolvierten 50 Prozent – in der Fussball- Umgangssprache auch Halbzeit genannt – schien die Partie betreffend der Punktevergabe bereits vorgespurt. Aus Thalwiler Füssen oder Köpfen hatte Tuggen-Torhüter Alessandro Merlo bis zur 19. Minute keinen Ball aufzunehmen. Die grösste Märchler Möglichkeit geschah nach 29 Minuten, als ein Pass aus dem Mittelfeld Dardan Morina in bester Position vorfand, dessen Versuch aber von Torhüter Marko Vasilj per Fuss abgewehrt wurde. «Den hätte ich machen müssen», war sich der Gescheiterte nach Spielschluss im Klaren. Immerhin öffnete sich die Partie im Mittelfeld nach und nach. Genau in dieser Phase gingen die Platzherren dennoch in Führung: Genc Krasniqi verwertete einen Eckball per Kopf (35.). Bis zum Pausenpfiff hielt Tuggens permanente Überlegenheit mehr oder minder ungehindert an.

Vermeintlich uneinholbare Führung


In Richtung definitiver Punktevergabe eine nächste Szene, nur sieben Minuten nach dem Wechsel: Thalwils Alis Murati stoppte einen Solovorstoss des Tuggners Krasniqi regelwidrig und Jakup Jakupov schickte beim fälligen Penalty Gästehüter Vasilj in die andere Ecke. Die Zürcher hatten in der Folge weder die Qualität noch die Physis, um eine augenscheinliche Antwort geben zu können. Dies auch deshalb, weil die Tuggner Defensive so gut wie bei jedem Angriffsversuch genügend Zeit hatte, sich entsprechend zu organisieren. Da werden Spiele kommen, die diesbezüglich einiges mehr abverlangen werden. Auf eine seitliche Vorlage hin schoss Petar Ugljesic zum dritten Mal ein (83.).


Plötzliche Defensiv-Fehler

Unmittelbar nach Wiederanpfiff skorten auch die Gäste zum vermeintlichen Ehrentreffer. Noah Weiler kam seitlich ungehindert vor Merlo zum Abschluss und skorte mit der Hilfe des linken Innenpfostens. Von wegen Ehrentreffer. Wider Erwarten gehörten die Schlussminuten den Gästen, die erstmals ernsthaft Unruhe in die Defensive der Gastgeber brachten und diese zu weiteren Einschüssen umsetzen konnten: Erst Tim Cerjak, dann Alessio D’Angelo profitierten von aussergewöhnlichen und vorab nicht gesehenen Tuggner Unkonzentriertheiten. Vor allem Torhüter Merlo leistete sich als letzter Mann ein Dribbling gegen drei Thalwiler Angreifer, das letztlich für den nicht mehr möglich gehaltenen Ausgleich sorgte. «Wir haben den Thalwilern drei Tore geschenkt», resümierte der eingewechselte Javier Santana anschliessend.
Doch der Dramatik nicht genug: Kurz vor Abpfiff blieb es Morina vorbehalten, mit dem letzten Abschluss der Partie doch noch ins Thalwiler Netz zu treffen und so die Punkte an der Linthstrasse zu behalten. «Dass wir dann doch noch gewannen, zeugt von einem intakten Mannschaftsgeist», sah Mittelfeldspieler José Meier das Positive am unnötig spannend gemachten Schluss der Partie.

«Wir haben den Thalwilern drei Tore geschenkt.»

Javier Santana
Mittelfeldspieler FC Tuggen

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