Willkommen beim FC Tuggen

Bild: Carlo Stuppia
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Die Heimkrise geht weiter

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Stadler Dario 1

Dario Stadler hat sich den Ball zum Freistoss bereitgelegt. Auch wenn der Schuss gefährlich wurde, schaute leider nichts zählbares dabei heraus. (Bild: Carlo Stuppia)

Tuggen kann zuhause einfach nicht mehr gewinnen. Am Samstag setzte es an der Linthstrasse eine 1:2-Pleite gegen Seuzach ab. Damit bleiben vier Punkte aus sechs Heimspielen – zu wenig für den ambitionierten FCT.

von Tobias Akermann

Vor Spielbeginn waren die Tuggner gewarnt. Gegner Seuzach mauserte sich in dieser Saison zu einem Favoritenschreck. Gegen die Spitzenteams Bellinzona (unentschieden) und Thalwil (Sieg) konnten die Winterthurer vier Punkte einfahren. Tuggens Trainer Danijel Borilovic musste zudem seine Startelf etwas anpassen, mit Rinor Avdyli und Jakup Jakupov fehlten zwei arrivierte Spieler gesperrt.
Seuzach zeigte im Spiel schnell einmal, dass es ein sehr unangenehmer Nachmittag für Tuggen werden würde. Die sehr kompakte Defensive liess nur wenig zu. Tuggen hatte zwar klar mehr Ballbesitz und war das individuell stärkere Team, vermochte aber die Überlegenheit nicht in Tore umzuwandeln. Auf der Gegenseite versuchte Seuzach, mit Kontern die Abwehr von Tuggen zu beunruhigen, jedoch wurden die Angriffe zu wenig entschlossen zu Ende gespielt. So blieb es eine schwache erste Halbzeit einer sehr bescheidenen Partie.

Ein samstäglicher Sonntagsschuss

Einzig zwei Szenen liessen aufhorchen. In der 37. Minute wurde der erste nennenswerte Abschluss notiert. Tuggens Dario Stadler, der an diesem Tag auf der ungewohnten Position als hängende Spitze hinter Petar Ugljesic auflief, prüfte mit seinem kernigen Schuss den Seuzacher Schlussmann Davide Migliaccio. Und dann, als sich alle bereits auf die Pause einstellten, kam der Auftritt von Seuzachs Kevin -Honegger. Aus rund 20 Metern versorgte er den Ball mit einem Sonntagsschuss in den Winkel zur schmeichelhaften Pausenführung für die Gäste.

Das fast leere Tor verfehlt

Nach dem Pausentee kam Tuggen sehr entschlossen aus der Kabine. Es schien, als hätte Borilovic die richtigen Worte gefunden. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnten die Tuggner ausgleichen. Mit einem satten Flachschuss in die entfernte Ecke schloss Dario Stadler seine Einzelleistung gekonnt ab. Tuggen liess seine Klasse in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit noch einige Male aufblitzen. Seuzach war überfordert mit dem Märchler Spiel und kam nur mit sehr viel Glück um den zweiten Gegentreffer herum. Der eingewechselte Nikla Marjanovic vergab eine grosse Torchance. Nach schönem Querpass Ugljesics hatte er das beinahe leere Tor vor sich, brachte es aber zu Stande, den einzigen Verteidiger auf der Linie anzuschiessen.
So kam es auf der Gegenseite zur spielentscheidenden Szene. Nach einem harmlos scheinenden Angriff von Seuzach stand Tuggens Abwehrmann Luis Gutierrez im Mittelpunkt. Mit einer Brustabnahme im Strafraum spedierte er die Kugel hinter die Torlinie. Zum Entsetzen der Zuschauer und Beteiligten zeigte der Linienrichter (!) ein Handspiel an – und der Schiedsrichter gab den Penalty. Seuzachs Süsstrunk liess sich nicht zweimal bitten und verwerte den Strafstoss zum 2:1-Auswärtssieg. Ein sichtlich enttäuschter Luis Gutierrez gab nach Spielschluss eine deutliche Aussage von sich. «Es war nie und nimmer Handspiel. Ich zeigte dem Schiedsrichter den Abdruck vom
Ball auf der Brust, leider liess er sich nicht mehr umstimmen. Wenn es nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu».

 

Tuggen – Seuzach 1:2 (0:1)
Linthstrasse, 217 Zuschauer – SR: Yannick Carrard
Tore: 45. Honegger 0:1, 47. Stadler 1:1, 84. Süsstrunk (Handspenalty) 1:2.
Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Gutierrez, Junuzi; Istrefi
(46. Marjanovic), Renna, D’Acunto, Santana (73. Uzelac); Stadler (76. Morina), Ugljesic.
Seuzach: Migliaccio; Ullmann, Tavares, Süsstrunk; Schiendorfer, Kradolfer, Vögeli (46. Auer), Schalcher
(76. Di Nucci), Gröbli (91. Müller); Widmer, Honegger.
Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi, Murtisi (beide verletzt) Avdyli, Jakupov (beide gesperrt) Seuzach ohne Berisha, Kijametovic, Dietz (beide verletzt) Frauenfelder, Weibel (abwesend). Verwarnung: 85. Fellmann (Unsportlichkeit).

Torspektakel endete unentschieden

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Zu Gast an der Linthstrasse war der FC Red Star aus Zürich. Die beiden Teams boten den 264 Zuschauern eine ereignisreiche Partie, die 4:4 endete. Danijel Borilovic: «Mit diesem Unentschieden haben wir dem Heimpublikum etwas geboten, leider reichte es nicht ganz zum Sieg.»

von Tobias Akermann

Der FC Tuggen zeigte sehr viel Moral und musste viermal einen Rückstand wettmachen. Erstmals in Rücklage gerieten die Märchler schon nach sechs Minuten. Gutierrez hatte mit seinem Handspiel einen Penalty verursacht, den Durand sicher verwandelte. Nach dem Rückstand nahm der FCT das Spiel in die Hand und glich zum 1:1 aus. Nach einer Hereingabe von Jakupov stand Dardan Morina, der für Petar Ugljesic in die Startformation rutschte, alleine im Strafraum und traf. Tuggen besass in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, musste jedoch immer wieder auf die brandgefährlichen Konter der Zürcher aufpassen. 

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte lancierte der Schiedsrichter eine turbulente und torreiche zweite Hälfte, in der noch sechs weitere Treffer fielen. Aber alles der Reihe nach. Red Star konnte nach Wiederanpfiff zum zweiten Mal in Führung gehen (52.). FCT-Torhüter Fellmann rutschte der Ball nach einem Eckball aus der Hand, woraufhin Benziar am richtigen Ort stand und einschob (1:2). In den nächsten Minuten überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst erzielte Istrefi den Ausgleich (55.), der keine zwei Minuten standhielt. Denn nach einem weiteren Corner liessen die Märchler dem ehemaligen Tuggner Stürmer Durand zu viel Platz (2:3). Die nächste aufregende Szene (77.): Der eingewechselte Ugljesic wurde im Strafraum regelwidrig gebremst und übernahm sogleich die Verantwortung für den fälligen Strafstoss und traf (3:3). 

 Hektische Schlussphase

 Tuggen gab sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden und rannte weiter an. Die Defensivarbeit wurde durch dieses Anrennen aber vernachlässigt, der 3:4-Rückstand Tatsache. Es lief schon die 90. Minute, als Tuggen nochmals alles nach vorne warf und tatsächlich nochmals ausglich. Marjanovic hatte sich ausserhalb des Sechzehners ein Herz gefasst und knallte den Ball volley an den Pfosten, vom Pfosten abgeprallt sprang der Ball zurück an das Bein von Ugljesic und ins Tor. Die Zürcher reklamierten sofort auf Abseits, jedoch ohne die Zustimmung des Unparteiischen. Auch Marjanovic wusste nach Abpfiff nicht so recht, was das war, aber: «Der Schiedsrichter hat mir das Tor gegeben.» Warum, weiss wohl nur der Schiedsrichter. Denn als letzter Mann war Petar Ugljesic am Ball, der vermutlich bei Ballabgabe im Abseits stand. 

Aber die turbulente Partie war mit dem Ausgleich noch nicht zu Ende. Mit dem allerletzten Angriff hatte Andrei Herlea den Sieg auf dem Fuss, sein Schuss landete jedoch um Haaresbreite neben dem Tor. «Leider haben wir zu Hause wieder nicht gewinnen können. Es ist wie ein Fluch», sagte Marjanovic nach Spielende. Das Spiel Tuggens sei Licht und Schatten gewesen. «Vier geschossene Tore waren sicher gut, jedoch müssen wir im Training die zu einfach erhaltenen Gegentore analysieren», lautete das Schlussfazit Nikola Marjanovics. 

Tuggen – Red Star 4:4 (1:1)

Linthstrasse, 264 Zuschauer – SR: Roman Hürlimann.

Tore: 6. Durand 0:1. 23. Morina 1:1. 52. Benziar 1:255. Istrefi 2:2. 57. Durand 2:3. 77. Ugljesic 3:3.
89. Janett 3:4. 90. Marjanovic 4:4.

Tuggen: Fellmann; Herlea, Avdyli, Gutierrez, Badalli; Istrefi (67. Ugljesic), Stadler, D’Acunto, Santana (83. Marjanovic); Jakupov, Morina (75. Renna).

Red Star: Ryffel; Hartmann, Benziar, Graf (86. Janett), Varley; Ardito, Gashi, Häcki, Reiffer, D Angelo (75. Janett), Durand.

Verwarnungen: 36. Jakupov (Reklamieren). 43. Badalli (Foul). 53. Gashi (Foul). 62. Reiffer (Foul). 83. Avdyli (Reklamieren). 91. Hartmann (Reklamieren). – Pfostenschuss: 90. Marjanovic.

Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi, Uzelac und Murtisi (alle verletzt), Tinner (krank), Junuzi (abwesend).

Tuggen verliert das erste Mal in der neuen Saison

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Der FC Tuggen verlor in der vierten Meisterschaftsrunde zum ersten Mal. Tuggen hatte das Spiel lange im Griff, musste sich aber Unkonzentriertheiten nach der Pause vorwerfen lassen.

von Tobias Akermann

Zu Gast auf der Linthstrasse war für die vierte Meisterschaftsrunde der FC Gossau. Die Gäste starteten mit nur einem Punkt aus drei Spielen alles andere als gut in die Saison. Tuggen wollte an die guten Leistungen in den letzten Spielen anknüpfen und den nächsten Sieg einfahren. Allerdings war Tuggen auch gewarnt, denn die St. Galler waren letzte Saison eine von zwei Mannschaften, die den Sprung in die Aufstiegsspiele der Promotion League geschafft hatten. Neo-FCT-Trainer Danijel Borilovic musste seine Startformation anpassen, denn mit Javier Santana, Andrei Herlea und -Dominik Schiendorfer waren drei -arrivierte Kräfte abwesend.

Der Auftakt in die Partie glückte den Hausherren besser. Tuggen stand sehr hoch und provozierte so Abspielfehler beim Gegner. Schon in der siebten Minute war der Torgarant Petar Ugljesic zur Stelle und schloss einen Angriff über die rechte Seite ab – zur frühen Führung. Auch nach der Führung kontrollierte Tuggen das Spiel-geschehen und hatte in der Startviertel-stunde alles im Griff. Gossau agierte viel mit langen Bällen und -überbrückte so das Mittelfeld. Richtig gefährlich wurden die Gäste immer wieder bei Standardsituationen.

Tuggen liess nach

Auf einmal drehte sich das Spiel und die Zuschauer hatten das Gefühl, als würde sich Tuggen auf der Führung ausruhen. Mit den gefährlich getretenen Standard-Bällen verursachten die Gossauer immer wieder grosse Gefahr im Strafraum von Tuggen. Mit einer Glanzparade konnte Fabian Fellmann die Null noch halten. Kurz vor der -Pause war der Druck aber zu gross und so konnten die St. Galler den Ausgleich erzielen. Knöpfel genoss nach einem Eckball zu viel Raum und schoss den Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff war Tuggen von der Rolle und kassierte innert weniger Minuten zwei Gegentreffer und geriet 1:3 ins Hintertreffen. Den Tritt ins Spiel fanden die Gastgeber erst -wieder in den letzten 20 Minuten. Chancen zum Anschlusstor waren -genügend da. Ugljesic, Jakupov, Morina – allesamt verpassten mit ihren -Abschlüssen das Tor. Die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen und konnten durch Ugljesic nochmals verkürzen. Von Gossau war nicht mehr viel zu sehen, die Gäste stemmten sich gegen die Angriffs-wellen der Tuggner. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen, wobei Tuggen auch noch Pech bekundete, Dario Stadlers Freistoss landete nur am Pfosten (86.).

Borilovic plötzlich Tribünen-Gast

Die Schlussphase war zu viel für Trainer Borilovic, er wurde auf die Tribüne verbannt, weil er sich beim Unparteiischen beschwerte, dass die Gossauer bei jeder Aktion zu viel Zeit benötigten. Mit dem Schlusspfiff war die erste Niederlage in der 1. Liga Tatsache. «In dieser Liga reicht es nicht, nur in Teilen des Spiels eine gute Leistung zu zeigen. Wir werden daran arbeiten, dass wir zweimal 45 Minuten hoch konzentriert ans Werk gehen und die Punkte einfahren können», sagte Stadler kurz nach Schlusspfiff. Aber: «Mit etwas mehr Glück und Effizienz wären -Punkte möglich gewesen, allerdings ist der Sieg von Gossau auch nicht ge-stohlen», so Stadler.

Tuggen – Gossau 2:3 (1:1)

Linthstrasse. 200 Zuschauer. – SR: Filipe Morais

Tore: 7. Ugljesic 1:0. 43. Knöpfel 1:1. 49. Lehmann 1:2. 
51. Bischofberger 1:3. 77. Ugljesic 2:3.

Tuggen: Fellmann; Junuzi (83. Al Abbadie), Avdili, Tinner, Badalli; Uzelac, Stadler, D’Acunto (71. Renna), Istrefi 
(57. Morina); Jakupov, Ugljesic

Gossau: Geisser; Alder, Grin, Gelmi, Van der Werff; Steiger, Kouame, Giger (71. Meresi), Bischofberger; Knöpfel (80. Lo Re), Lehmann (90. Tsalekou)

Bemerkungen: Tuggen ohne Santana, Herlea, Schiendorfer (alle abwesend) und Marjanovic (verletzt). Gossau ohne Bruggmann (abwesend), Estermann, Kessler, Eberle, Schmid (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 38. Badalli (Foul), 45. Jakupov (Foul), Grin (Unsportlichkeit), Ugljesic (reklamieren), 91. Lo Re (Unsportlichkeit). – Pfostenschüsse: Lehmann (69.), Stadler (86.)

Vom Bankdrücker zum Matchwinner

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Der FC Tuggen gewann gestern beim FC Kosova dank eines Treffers in der 83. Minute mit 2:1. 

von Beat Hager

Gestern Nachmittag pilgerten nicht weniger als 530 Zuschauer auf die Sportanlage Buchlern in Zürich. Die Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, sie kamen in den 
Genuss einer spannenden und hartumkämpften Partie. Nach seinem Platzverweis in der Partie gegen Gossau musste Tuggens Trainer Danijel Borilovic die Partie von der Tribüne aus verfolgen. «In meiner achtjährigen Trainerlaufbahn ist mir dies zum ersten Mal passiert. Und es war sehr hart», so Borilovic, der im Kreise seiner Familienangehörigen Platz nahm. So wirkte an der der Seitenlinie Assistent Vettas Kostantinos. 

Kurioser Ausgleichstreffer

Aufsteiger Kosova startete stark in die Meisterschaft und deckte auch gestern von Begin weg seine spielerischen 
Qualitäten auf. Keine neun Minuten waren gespielt, als der vorgerückte 
Deni Krleski nach einem sehenswerten Spielzug völlig freistehend zum frühen 
Führungstreffer einschoss. 

Doch Tuggen raffte sich schnell auf. In der 20. Minute brachten die Einheimischen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Vom Rücken eines Zürchers prallte das Leder zu Jakup Jakupov, der sich aus neun Metern nicht zweimal bitten liess. Der Schiedsrichter annullierte den Treffer jedoch vorerst, da sein Assistent Abseits anzeigte. FCT-Captain Javier Santana machte den Unparteiischen auf seinen Fehlentscheid aufmerksam und nach Intervention mit dem zweiten Assistenten wurde nachträglich auf Tor entschieden. «Der Ball kam vom Gegner und somit war dieser Treffer regulär», stellte Jakupov nach Spielschluss klar. Dieses Tor löste bei den einheimischen Fans viel Unmut gegen die Unparteiischen aus. 

Kurz vor der Pause musste Tuggen dann viel Glück in Anspruch nehmen, als der ex-FCT-Stürmer Almir Murati nur den Pfosten traf. Im Verlauf der zweiten Halbzeit war trotz leichter Tuggner Überlegenheit jeder Spielausgang möglich. In der 83. Minute 
brachte Kostantinos mit Joker Dardan Morina einen frischen Offensivspieler auf den Platz – und diese Einwechslung zahlte sich aus. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf die Rapperswil-Jona-Leihgabe nach Vorarbeit von Petar Ugljesic mit einem Flachschuss aus elf Metern zum 2:1. «Bei meiner Einwechslung gab man mir auf den Weg, den Siegtreffer zu markieren. Und dies ist mir gelungen», zeigte sich der Torschütze überglücklich. Tuggen brachte die knappe Führung über die Zeit und durfte so einen wichtigen Vollerfolg feiern. 

 Kosova – Tuggen 1:2 (1:1)

Buchlern, Zuschauer. – SR Hans Hanser.

Tore: 9. Krleski 1:0. 22. Jakupov 1:1. 85. Morina 1:2.

Tuggen: Fellmann; Badalli, Tinner, Acdyli, Herlea; Santana (82. Morina), Stadler, D’Acunto (66. Renna), Uzelac (46. Istrefi); Jakupov, Ugljesic.

Kosova: Leite; Krleski, Sulimani, Sbarra, Wellner; Buqaj, Gashi; Paden (62. Doda), Bushati (67. Alija), Thaqi (75. Feijzulai); Murati. 

Bemerkungen: Verwarnungen: 37. Stadler (Foul). 48. Herlea (Foul). 83. Renna (Foul). 90. Sulimani (Foul).

«Matchplan ist erneut aufgegangen»

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Weil der FC Tuggen am Samstag in Balzers defensiv fast nichts zuliess und so auch im dritten Saisonspiel ohne Gegentor blieb, war der 3:0-Auswärtssieg im Ländle nie in Gefahr. Trainer Borilovic war fast vollends zufrieden. 

 

von Andreas Züger

 Ein Trainer wäre nicht ein Trainer, wenn er auch nach einem diskussionslosen 3:0-Sieg nicht total zufrieden wäre. Das war bei Danijel Borilovic am Samstag im liechtensteinischen Balzers nicht anders. Dennoch überwog beim neuen Tuggen-Trainer am Samstagabend die Freude darüber, dass der «Matchplan erneut aufgegangen» sei.

 Kein Pressing, viel Zeit

 Borilovic teilte die Meinung vieler Zuschauer, dass seine Mannschaft 90 Minuten lang überlegen war, nicht ganz. Vor allem die Phase bis zum 1:0-Führungstreffer (39.) verlief nicht immer nach dem Gusto des 33-Jährigen. «Spielen wir ein bisschen mehr Fussball», rief Borilovic, der an der Seitenlinie sehr aktiv war und trotz teilweise strömenden Regens kaum eine Minute am Stück auf der Bank sass, seinen Mannen einmal zu. Nach der Partie sprach er davon, dass sein Team «für meinen Geschmack zu viele lange Bälle» spielte. «Aber die Spieler müssen selber merken, was die richtigen Mittel sind.»

In der Tat funktionierte die Spieleröffnung nicht immer tadellos. Obwohl Balzers den Tuggnern viel Zeit liess und fast gänzlich auf Pressing verzichtete, agierten die Gäste teilweise zu hektisch, zu wenig geduldig. Daraus ergaben sich einige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Wirklich gefährlich wurde es aber nicht. Auch, weil die Märchler Defensivabteilung stets hellwach war. Die dritte Saisonpartie ohne Gegentor spricht Bände. Ein Umstand, der Borilovic besonders freute, auch wenn er der Ansicht war, dass man Defensiv «manchmal etwas genauer, etwas konsequenter» hätte agieren können. 

 Doppeltorschütze Ugljesic

 Speziell war: Borilovic schickte vier Tage nach dem 2:0-Heimsieg über Wettswil-Bonstetten genau die gleiche Elf aufs Feld. «Das spielte heute schon eine Rolle. Wir konnten nicht mehr eine so grosse Laufintensität an den Tag legen wie noch am Mittwoch.» Trotz aller leiser Kritik: Borilovic war stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft. So war der FCT Balzers in den Punkten Ballbesitz, Chancen und Zweikämpfen überlegen. Und alle drei Tore waren keine Zufallsprodukte, sondern Ergebnisse gut durchdachter Aktionen. In der 39. Minute verwertete Petar Ugljesic eine wunderschöne Hereingabe seines Sturmpartners Jakup Jakupov volley. Auch beim 2:0 zehn Minuten nach der Pause hatte Jakupov seine Füsse im Spiel. Ein rasch ausgetragener Auswurf überraschte die Einheimischen. Jakupov legte zurück auf Dario Stadler. Dieser missachtete die «Schüüss!»-Aufforderungen aus dem Publikum und spielte den besser positionierten Ugljesic an, der das Leder mit Schwung und etwas Glück an Balzers-Hüter Majer vorbeibrachte. Und in der 69. Minute vollendete Innenverteidiger Rinor Avdyli einen der zahlreichen Eckbälle Javier Santanas mit dem Kopf zum 3:0. 

Für Tuggen geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen Gossau weiter. «Wir versuchen, den Rhythmus mitzunehmen und aus diesem guten Saisonstart Kapital zu schlagen», so Borilovic.

 

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