Willkommen beim FC Tuggen

Jakup Jakupov im Zweikampf. Trotz seinem grossen Kampfgeist blieb er am Samstag erfolglos. (Bild: Carlo Stuppia)
Dardan Morina erhielt vom Trainergespann eine Position in der Startelf zugeteilt. (Bild: Carlo Stuppia)
Alessandro Renna im Kopfballduell mit einem Tessiner. (Bild: Carlo Stuppia)
Javier Santa kämpft um den Ball. Der Routinier zeigte am Samstag einige gute Aktionen (Bild: Carlo Stuppia)

Die Heimkrise geht weiter

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Stadler Dario 1

Dario Stadler hat sich den Ball zum Freistoss bereitgelegt. Auch wenn der Schuss gefährlich wurde, schaute leider nichts zählbares dabei heraus. (Bild: Carlo Stuppia)

Tuggen kann zuhause einfach nicht mehr gewinnen. Am Samstag setzte es an der Linthstrasse eine 1:2-Pleite gegen Seuzach ab. Damit bleiben vier Punkte aus sechs Heimspielen – zu wenig für den ambitionierten FCT.

von Tobias Akermann

Vor Spielbeginn waren die Tuggner gewarnt. Gegner Seuzach mauserte sich in dieser Saison zu einem Favoritenschreck. Gegen die Spitzenteams Bellinzona (unentschieden) und Thalwil (Sieg) konnten die Winterthurer vier Punkte einfahren. Tuggens Trainer Danijel Borilovic musste zudem seine Startelf etwas anpassen, mit Rinor Avdyli und Jakup Jakupov fehlten zwei arrivierte Spieler gesperrt.
Seuzach zeigte im Spiel schnell einmal, dass es ein sehr unangenehmer Nachmittag für Tuggen werden würde. Die sehr kompakte Defensive liess nur wenig zu. Tuggen hatte zwar klar mehr Ballbesitz und war das individuell stärkere Team, vermochte aber die Überlegenheit nicht in Tore umzuwandeln. Auf der Gegenseite versuchte Seuzach, mit Kontern die Abwehr von Tuggen zu beunruhigen, jedoch wurden die Angriffe zu wenig entschlossen zu Ende gespielt. So blieb es eine schwache erste Halbzeit einer sehr bescheidenen Partie.

Ein samstäglicher Sonntagsschuss

Einzig zwei Szenen liessen aufhorchen. In der 37. Minute wurde der erste nennenswerte Abschluss notiert. Tuggens Dario Stadler, der an diesem Tag auf der ungewohnten Position als hängende Spitze hinter Petar Ugljesic auflief, prüfte mit seinem kernigen Schuss den Seuzacher Schlussmann Davide Migliaccio. Und dann, als sich alle bereits auf die Pause einstellten, kam der Auftritt von Seuzachs Kevin -Honegger. Aus rund 20 Metern versorgte er den Ball mit einem Sonntagsschuss in den Winkel zur schmeichelhaften Pausenführung für die Gäste.

Das fast leere Tor verfehlt

Nach dem Pausentee kam Tuggen sehr entschlossen aus der Kabine. Es schien, als hätte Borilovic die richtigen Worte gefunden. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnten die Tuggner ausgleichen. Mit einem satten Flachschuss in die entfernte Ecke schloss Dario Stadler seine Einzelleistung gekonnt ab. Tuggen liess seine Klasse in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit noch einige Male aufblitzen. Seuzach war überfordert mit dem Märchler Spiel und kam nur mit sehr viel Glück um den zweiten Gegentreffer herum. Der eingewechselte Nikla Marjanovic vergab eine grosse Torchance. Nach schönem Querpass Ugljesics hatte er das beinahe leere Tor vor sich, brachte es aber zu Stande, den einzigen Verteidiger auf der Linie anzuschiessen.
So kam es auf der Gegenseite zur spielentscheidenden Szene. Nach einem harmlos scheinenden Angriff von Seuzach stand Tuggens Abwehrmann Luis Gutierrez im Mittelpunkt. Mit einer Brustabnahme im Strafraum spedierte er die Kugel hinter die Torlinie. Zum Entsetzen der Zuschauer und Beteiligten zeigte der Linienrichter (!) ein Handspiel an – und der Schiedsrichter gab den Penalty. Seuzachs Süsstrunk liess sich nicht zweimal bitten und verwerte den Strafstoss zum 2:1-Auswärtssieg. Ein sichtlich enttäuschter Luis Gutierrez gab nach Spielschluss eine deutliche Aussage von sich. «Es war nie und nimmer Handspiel. Ich zeigte dem Schiedsrichter den Abdruck vom
Ball auf der Brust, leider liess er sich nicht mehr umstimmen. Wenn es nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu».

 

Tuggen – Seuzach 1:2 (0:1)
Linthstrasse, 217 Zuschauer – SR: Yannick Carrard
Tore: 45. Honegger 0:1, 47. Stadler 1:1, 84. Süsstrunk (Handspenalty) 1:2.
Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Gutierrez, Junuzi; Istrefi
(46. Marjanovic), Renna, D’Acunto, Santana (73. Uzelac); Stadler (76. Morina), Ugljesic.
Seuzach: Migliaccio; Ullmann, Tavares, Süsstrunk; Schiendorfer, Kradolfer, Vögeli (46. Auer), Schalcher
(76. Di Nucci), Gröbli (91. Müller); Widmer, Honegger.
Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi, Murtisi (beide verletzt) Avdyli, Jakupov (beide gesperrt) Seuzach ohne Berisha, Kijametovic, Dietz (beide verletzt) Frauenfelder, Weibel (abwesend). Verwarnung: 85. Fellmann (Unsportlichkeit).

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