Willkommen beim FC Tuggen

Jakup Jakupov im Zweikampf. Trotz seinem grossen Kampfgeist blieb er am Samstag erfolglos. (Bild: Carlo Stuppia)
Dardan Morina erhielt vom Trainergespann eine Position in der Startelf zugeteilt. (Bild: Carlo Stuppia)
Alessandro Renna im Kopfballduell mit einem Tessiner. (Bild: Carlo Stuppia)
Javier Santa kämpft um den Ball. Der Routinier zeigte am Samstag einige gute Aktionen (Bild: Carlo Stuppia)

Mit Kampf aus dem Tief

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DAcunto Davide von Thiessen Raphael 1
Bereits im Sommer duellierten sich die Tuggner mit den Stadtzürchern. Im Bild: Davide D'Acunto. (Bild: Carlo Stuppia)

 

Mit dem letzten Pflichtspiel des Jahres kann der FC Tuggen die Weichen für die Rückrunde stellen. Kann er sich nach oben und nach unten orientieren? 


von Tobias Akermann

Das Jahr wird beendet, wie die Saison begonnen hat. Da mit der letzten Partie im Spätherbst bereits
die Rückrunde startet, kommt wie beim Saisonauftakt zum Duell zwischen Absteiger Tuggen und Aufsteiger Höngg. Für den FCT bietet sich die Gelegenheit, mit einem Sieg den Abstand zur Spitze zu verkürzen und sich für die Rückrunde in eine komfortablere Lage zu versetzen. Zum zweitplatzierten Gossau klafft bereits eine Lücke von acht Punkten, auf einen Abstiegsplatz sind es nur fünf Zähler Reserve.
Damals, im ersten Spiel der Saison, kamen die Märchler zu Hause gegen den SV Höngg nicht über ein 0:0 hinaus. Dieses Unentschieden zeigte sogleich auf, dass es eine Liga tiefer keinen Selbstläufer werden wird. Und dies wurde im weiteren Saisonverlauf
bestätigt. Zwar reihte Tuggen danach zwei Siege aneinander und schien in der neuen Liga angekommen zu sein. Die erste Niederlage folgte jedoch rasch. Die Niederlage gegen Aufstiegsaspirant Gossau war auch der Start in eine negative Heimserie. Denn seither blieb Tuggen vor eigenem Anhang ohne einen einzigen Sieg. Immerhin war Tuggen auswärts erfolgreicher.

Zeichen gegen den Negativtrend

Alles andere als einen goldenen Herbst erlebte die Mannschaft von Danijel Borilovic im Oktober. Der Spitzenplatz war nach drei Pleiten in Serie weg, Tuggen geriet in ein Formtief und rutschte in der Tabelle bis auf Rang zehn ab. Die anfänglich noch stilsichere Abwehr begann zu bröckeln, und im Angriff ging die Leichtfüssigkeit etwas verloren. Abschlüsse wurde plötzlich zu wenig konsequent gesucht.
Weil die Gruppe 3 der 1. Liga sehr ausgeglichen ist und es jedes Wochenende Überraschungen gibt, fiel der Absturz aber nicht so hart ins Gewicht. Mit einer soliden Rückrunde kann Tuggen immer noch auf einen Spitzenplatz vordringen. Ein Zeichen gegen den Negativtrend setzte die Borilovic-Elf am letzten Spieltag bei Thalwil. Kämpferische Tuggner waren sichtlich gewillt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Sie zeigten auch spielerisch -gute Momente und verdienten sich so einen Punkt.
Nun gilt es aber, an die Leistung anzuknüpfen und denselben Kampfgeist wie gegen Thalwil an den Tag zu legen. Das ist auch nötig. Will der ambitionierte FC Tuggen Ende Saison um den Aufstieg spielen, darf er sich nicht mehr viele Ausrutscher erlauben.

Höngg – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Hönggerberg (Kunstrasen)

Das Tief des FC Tuggen hält an

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Die Krise geht weiter. Tuggen verlor am Samstag bei der zweiten Mannschaft des FC St. Gallen mit 0:3.
Dies war die zweite Pleite in Folge. Damit rutschen die Märchler in der Tabelle auf den siebten Rang ab.

von Tobias Akermann

Es war zweifelsfrei keine einfache Aufgabe, welche die Tuggner gegen die U21 des FCSG zu bewältigen hatten. Die St. Galler bestreiten ihre Heim-spiele auf dem Kunstrasen in Wil. Mit der ungewohnten Unterlage taten sich viele Spieler schwer, etliche rutschten aus oder unterschätzen hohe Bälle. Mit den Tücken des Kunstrasens hatte auch FCT-Torhüter Fabian Fellmann zu kämpfen. Auch er unterschätzte einen eigentlich harmlosen langen Ball, der 16 Meter vor dem Tor aufsprang und über Fellmann hinweg Richtung Tor kullerte. In extremis konnte er den frühen Rückstand verhindern. Die Partie war von Beginn an ausgeglichen. Tuggen war den sehr jungen
St. Gallern körperlich überlegen, jedoch waren die Ostschweizer spielerisch ein Stück besser. Und besonders nach Standards des Heimteams wurde es oft brandgefährlich. So auch in einer Szene in der 25. Minute, als Tuggen nach einem Corner Glück bekundete. Gasser schoss nach einem Gewühl an die Latte. Tuggen vermochte allgemein nicht zu überzeugen und hatte offensiv
wenig zu bieten. Mit einer defensiven Spielweise zog sich Tuggen gegen Ende der ersten Halbzeit zurück und liess
die St. Galler gewähren. Die technisch versierten Nachwuchskicker wussten die Räume auszunutzen und gingen in der 42. Minute durch Eberle in Führung.

Zwei Konter zum 2:0 und 3:0

Mit einem Doppelwechsel rund zehn Minuten nach Wiederbeginn brachte Tuggens Trainer Danijel Borilovic mit den offensiven Uzelac und Ugljesic neuen Wind in die Partie. Der FCT war in Hälfte zwei offensiver eingestellt und rannte an, oftmals wurden die Angriffe aber zu wenig entschlossen zu Ende gespielt. Der FCSG hingegen zog sich nun seinerseits zurück und überliess dem FCT die Räume. Als nach
69 Minuten Tuggen mit einem Mann mehr agieren konnte – Silvan Gönitzer sah nach einer Notbremse Rot – warfen die Schwyzer erst recht alles nach vorne. Aber: Auch mit einem Mann mehr erspielten sich die Tuggner wenig nennenswerte Torchancen. Die grösste besass Jakup Jakupov, jedoch scheiterte er aus aussichtsreicher Position. Den St. Gallern boten sich aufgrund des Tuggner Sturmlaufs immer wieder Konterchancen, doch gingen sie mit den Möglichleiten sehr fahrlässig um. Aber auch der Tuggner Offensive wollte wenig bis nichts gelingen. Und so kam es am Ende ganz bitter für die Märchler. Mit klassischen Kontern sorgten Eberle und Staubli für den 3:0-Endstand.

St. Gallen 2 – Tuggen 3:0 (1:0)

IGP Arena Wil, 350 Zuschauer. – SR Michéle Schmölzer.

Tore: : 42. Eberle 1:0, 82. Eberle 2:0, 88. Staubli 3:0

St. Gallen 2: Stojanovic; Sutter (68. Ledergerber), Gasser, Gönitzer, Hefti; van der Werff, Staubli, Kräuchi; Sejdija, Blasucci (77. Traber), Eberle (90. Baumann)
Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Gutierrez, Junuzi
(83 Morina); Marjanovic (56. Ugljesic), Renna, D’Acunto, Santana; Stadler (56. Uzelac), Jakupov

Bemerkungen: St. Gallen ohne Izmirlioglu, Vanin, Fazliji, Ibraimi (alle verletzt) Babic (nicht im Aufgebot) Tuggen ohne Todzi, (verletzt) Schiendorfer, Istrefi (beide Abwesend) 25. Lattenschuss Gasser. Verwarnungen: 36. Sejdija (Foul) 72. Tinner (Foul) 86. Uzelac (Foul).

Ausschluss:
69. Gönitzer (Notbremse)

Die Heimkrise geht weiter

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Stadler Dario 1

Dario Stadler hat sich den Ball zum Freistoss bereitgelegt. Auch wenn der Schuss gefährlich wurde, schaute leider nichts zählbares dabei heraus. (Bild: Carlo Stuppia)

Tuggen kann zuhause einfach nicht mehr gewinnen. Am Samstag setzte es an der Linthstrasse eine 1:2-Pleite gegen Seuzach ab. Damit bleiben vier Punkte aus sechs Heimspielen – zu wenig für den ambitionierten FCT.

von Tobias Akermann

Vor Spielbeginn waren die Tuggner gewarnt. Gegner Seuzach mauserte sich in dieser Saison zu einem Favoritenschreck. Gegen die Spitzenteams Bellinzona (unentschieden) und Thalwil (Sieg) konnten die Winterthurer vier Punkte einfahren. Tuggens Trainer Danijel Borilovic musste zudem seine Startelf etwas anpassen, mit Rinor Avdyli und Jakup Jakupov fehlten zwei arrivierte Spieler gesperrt.
Seuzach zeigte im Spiel schnell einmal, dass es ein sehr unangenehmer Nachmittag für Tuggen werden würde. Die sehr kompakte Defensive liess nur wenig zu. Tuggen hatte zwar klar mehr Ballbesitz und war das individuell stärkere Team, vermochte aber die Überlegenheit nicht in Tore umzuwandeln. Auf der Gegenseite versuchte Seuzach, mit Kontern die Abwehr von Tuggen zu beunruhigen, jedoch wurden die Angriffe zu wenig entschlossen zu Ende gespielt. So blieb es eine schwache erste Halbzeit einer sehr bescheidenen Partie.

Ein samstäglicher Sonntagsschuss

Einzig zwei Szenen liessen aufhorchen. In der 37. Minute wurde der erste nennenswerte Abschluss notiert. Tuggens Dario Stadler, der an diesem Tag auf der ungewohnten Position als hängende Spitze hinter Petar Ugljesic auflief, prüfte mit seinem kernigen Schuss den Seuzacher Schlussmann Davide Migliaccio. Und dann, als sich alle bereits auf die Pause einstellten, kam der Auftritt von Seuzachs Kevin -Honegger. Aus rund 20 Metern versorgte er den Ball mit einem Sonntagsschuss in den Winkel zur schmeichelhaften Pausenführung für die Gäste.

Das fast leere Tor verfehlt

Nach dem Pausentee kam Tuggen sehr entschlossen aus der Kabine. Es schien, als hätte Borilovic die richtigen Worte gefunden. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff konnten die Tuggner ausgleichen. Mit einem satten Flachschuss in die entfernte Ecke schloss Dario Stadler seine Einzelleistung gekonnt ab. Tuggen liess seine Klasse in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit noch einige Male aufblitzen. Seuzach war überfordert mit dem Märchler Spiel und kam nur mit sehr viel Glück um den zweiten Gegentreffer herum. Der eingewechselte Nikla Marjanovic vergab eine grosse Torchance. Nach schönem Querpass Ugljesics hatte er das beinahe leere Tor vor sich, brachte es aber zu Stande, den einzigen Verteidiger auf der Linie anzuschiessen.
So kam es auf der Gegenseite zur spielentscheidenden Szene. Nach einem harmlos scheinenden Angriff von Seuzach stand Tuggens Abwehrmann Luis Gutierrez im Mittelpunkt. Mit einer Brustabnahme im Strafraum spedierte er die Kugel hinter die Torlinie. Zum Entsetzen der Zuschauer und Beteiligten zeigte der Linienrichter (!) ein Handspiel an – und der Schiedsrichter gab den Penalty. Seuzachs Süsstrunk liess sich nicht zweimal bitten und verwerte den Strafstoss zum 2:1-Auswärtssieg. Ein sichtlich enttäuschter Luis Gutierrez gab nach Spielschluss eine deutliche Aussage von sich. «Es war nie und nimmer Handspiel. Ich zeigte dem Schiedsrichter den Abdruck vom
Ball auf der Brust, leider liess er sich nicht mehr umstimmen. Wenn es nicht läuft, kommt auch noch Pech dazu».

 

Tuggen – Seuzach 1:2 (0:1)
Linthstrasse, 217 Zuschauer – SR: Yannick Carrard
Tore: 45. Honegger 0:1, 47. Stadler 1:1, 84. Süsstrunk (Handspenalty) 1:2.
Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Gutierrez, Junuzi; Istrefi
(46. Marjanovic), Renna, D’Acunto, Santana (73. Uzelac); Stadler (76. Morina), Ugljesic.
Seuzach: Migliaccio; Ullmann, Tavares, Süsstrunk; Schiendorfer, Kradolfer, Vögeli (46. Auer), Schalcher
(76. Di Nucci), Gröbli (91. Müller); Widmer, Honegger.
Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi, Murtisi (beide verletzt) Avdyli, Jakupov (beide gesperrt) Seuzach ohne Berisha, Kijametovic, Dietz (beide verletzt) Frauenfelder, Weibel (abwesend). Verwarnung: 85. Fellmann (Unsportlichkeit).

«Wir tun uns schwer, das Spiel zu machen»

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Stadler Dario 1

Noch hat der FC Tuggen in der 1. Liga den Tritt nicht richtig gefunden. Vor allem in der Offensive fehlt die Durchschlagskraft. Morgen gegen die Reserven aus St. Gallen wollen die Märchler dennoch punkten.

von Tobias Akermann

Dario Stadler kann schon jetzt auf einen kometenhaften Aufstieg in seiner Fussballkarriere zurückblicken. In seinen jungen Jahren durchlief er die Nachwuchsabteilungen vom FC Wil, ehe er im St. Gallischen blieb und zum damals in der 2. Liga spielenden FC Bazenheid wechselte. Von Bazenheid führte ihn sein Weg im Sommer 2016 in die Promotion League zu Tuggen – -das notabene vier Ligen höher kickte als Bazenheid. «Nach meinem Wechsel war ich zuerst Ergänzungsspieler und konnte mich langsam an den Rhythmus der Promotion League gewöhnen», blickt Stadler zurück. In der Rückrunde wurde der inzwischen 24-Jährige vermehrt zum Leistungsträger und zählt nun zur Stammformation.Der Sympathieträger ist einer der Spieler, der dem Märchler Club trotz des Abstiegs treu geblieben ist. Unterschiede zwischen Promotion League und 1. Liga sind für ihn klar ersichtlich: «Letzte Saison haben wir gegen stärkere Mannschaften gespielt und waren selten das Team, welches das Spiel machen musste. Das ist nun anders. Wir sind die Mannschaft, die dem Spiel den Stempel aufdrücken müsste – leider klappte dies noch nicht in allen Spielen wunschgemäss.»

Taktische Anpassungen

In den bisherigen zehn Meisterschaftsspielen stand die Nummer 6 des FCT immer in der Startelf. Von Strapazen oder Müdigkeit will Dario Stadler aber nichts wissen. «Ich fühle mich super und bin körperlich in einem guten Zustand.» Der holprige Saisonverlauf kommt für Dario Stadler indes nicht überraschend: «Gegen vermeintlich kleinere Gegner haben wir unsere Mühe und lassen immer wieder wichtige Punkte liegen, wie zuletzt gegen Seuzach.» Damit es in naher Zukunft auch gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion klappt, müssen die Tuggner einfacher und schnörkelloser nach vorne Spielen. «Im letzten Drittel fehlt uns bislang die Durchschlagskraft – und wir suchen zu wenig den Abschluss», betonte Stadler.
Am letzten Samstag stellte Trainer Danijel Borilovic seine Taktik um und setzte Dario Stadler als hängende Spitze hinter dem einzigen Stürmer Petar Ugljesic ein. Keine neue Rolle für den polyvalent einsetzbaren Mittelfeldspieler. «Eigentlich bin ich im zentralen Mittelfeld zuhause. -Jedoch kenne ich die Position hinter den Sturmspitzen von früher. Die Position gefällt mir gut, weil ich nach vorne viele Freiheiten
habe.»
Mit dem Spiel am Samstag in Wil gegen die U21 des FC St. Gallen gastieren die Tuggner wieder bei einem Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, belegt die Jungmannschaft St. Gallens momentan doch den drittletzten Platz. Dario Stadler warnt aber vor dem Gegner: «Gegen U21-Mannschaften weiss man nie so recht, was einen erwartet. Die St. Galler stellen eine spielstarke Mannschaft, und auf Kunstrasen wird es eine Umstellung für uns sein – jedoch werden wir bereit sein.»

St. Gallen 2 – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, IPG-Arena Wil

Torspektakel endete unentschieden

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Zu Gast an der Linthstrasse war der FC Red Star aus Zürich. Die beiden Teams boten den 264 Zuschauern eine ereignisreiche Partie, die 4:4 endete. Danijel Borilovic: «Mit diesem Unentschieden haben wir dem Heimpublikum etwas geboten, leider reichte es nicht ganz zum Sieg.»

von Tobias Akermann

Der FC Tuggen zeigte sehr viel Moral und musste viermal einen Rückstand wettmachen. Erstmals in Rücklage gerieten die Märchler schon nach sechs Minuten. Gutierrez hatte mit seinem Handspiel einen Penalty verursacht, den Durand sicher verwandelte. Nach dem Rückstand nahm der FCT das Spiel in die Hand und glich zum 1:1 aus. Nach einer Hereingabe von Jakupov stand Dardan Morina, der für Petar Ugljesic in die Startformation rutschte, alleine im Strafraum und traf. Tuggen besass in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, musste jedoch immer wieder auf die brandgefährlichen Konter der Zürcher aufpassen. 

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte lancierte der Schiedsrichter eine turbulente und torreiche zweite Hälfte, in der noch sechs weitere Treffer fielen. Aber alles der Reihe nach. Red Star konnte nach Wiederanpfiff zum zweiten Mal in Führung gehen (52.). FCT-Torhüter Fellmann rutschte der Ball nach einem Eckball aus der Hand, woraufhin Benziar am richtigen Ort stand und einschob (1:2). In den nächsten Minuten überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst erzielte Istrefi den Ausgleich (55.), der keine zwei Minuten standhielt. Denn nach einem weiteren Corner liessen die Märchler dem ehemaligen Tuggner Stürmer Durand zu viel Platz (2:3). Die nächste aufregende Szene (77.): Der eingewechselte Ugljesic wurde im Strafraum regelwidrig gebremst und übernahm sogleich die Verantwortung für den fälligen Strafstoss und traf (3:3). 

 Hektische Schlussphase

 Tuggen gab sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden und rannte weiter an. Die Defensivarbeit wurde durch dieses Anrennen aber vernachlässigt, der 3:4-Rückstand Tatsache. Es lief schon die 90. Minute, als Tuggen nochmals alles nach vorne warf und tatsächlich nochmals ausglich. Marjanovic hatte sich ausserhalb des Sechzehners ein Herz gefasst und knallte den Ball volley an den Pfosten, vom Pfosten abgeprallt sprang der Ball zurück an das Bein von Ugljesic und ins Tor. Die Zürcher reklamierten sofort auf Abseits, jedoch ohne die Zustimmung des Unparteiischen. Auch Marjanovic wusste nach Abpfiff nicht so recht, was das war, aber: «Der Schiedsrichter hat mir das Tor gegeben.» Warum, weiss wohl nur der Schiedsrichter. Denn als letzter Mann war Petar Ugljesic am Ball, der vermutlich bei Ballabgabe im Abseits stand. 

Aber die turbulente Partie war mit dem Ausgleich noch nicht zu Ende. Mit dem allerletzten Angriff hatte Andrei Herlea den Sieg auf dem Fuss, sein Schuss landete jedoch um Haaresbreite neben dem Tor. «Leider haben wir zu Hause wieder nicht gewinnen können. Es ist wie ein Fluch», sagte Marjanovic nach Spielende. Das Spiel Tuggens sei Licht und Schatten gewesen. «Vier geschossene Tore waren sicher gut, jedoch müssen wir im Training die zu einfach erhaltenen Gegentore analysieren», lautete das Schlussfazit Nikola Marjanovics. 

Tuggen – Red Star 4:4 (1:1)

Linthstrasse, 264 Zuschauer – SR: Roman Hürlimann.

Tore: 6. Durand 0:1. 23. Morina 1:1. 52. Benziar 1:255. Istrefi 2:2. 57. Durand 2:3. 77. Ugljesic 3:3.
89. Janett 3:4. 90. Marjanovic 4:4.

Tuggen: Fellmann; Herlea, Avdyli, Gutierrez, Badalli; Istrefi (67. Ugljesic), Stadler, D’Acunto, Santana (83. Marjanovic); Jakupov, Morina (75. Renna).

Red Star: Ryffel; Hartmann, Benziar, Graf (86. Janett), Varley; Ardito, Gashi, Häcki, Reiffer, D Angelo (75. Janett), Durand.

Verwarnungen: 36. Jakupov (Reklamieren). 43. Badalli (Foul). 53. Gashi (Foul). 62. Reiffer (Foul). 83. Avdyli (Reklamieren). 91. Hartmann (Reklamieren). – Pfostenschuss: 90. Marjanovic.

Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi, Uzelac und Murtisi (alle verletzt), Tinner (krank), Junuzi (abwesend).

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